Frauenarztpraxis Davidis

Florian Davidis, Spezialarzt FMH
Aeschenvorstadt 68, 4051 Basel
Tel. 061 261 55 55

 

Osteoporose-Früherkennung mittels Knochendichtemessung (QUS)

 

Wussten Sie schon, dass ...

ein Drittel aller Frauen in den Wechseljahren und 200 Millionen Menschen weltweit von Osteoporose betroffen sind?
95% aller osteoporosebedingten Oberschenkelhalsbrüche intensivste Rehabilitation benötigen?
20% aller Patienten mit Oberschenkelhalsbruch innerhalb von 12 Monaten sterben?
Frauen ein 5-fach höheres Risiko besitzen, an Osteoporose zu erkranken als an Brustkrebs?

Um eine wirksame Behandlung dieser neuen "Volkskrankheit" rechtzeitig in die Wege leiten zu können, muss das Knochenbruchrisiko frühzeitig, schnell und präzise ermittelt werden können.

Wir arbeiten mit einem diagnostisch anerkannten Knochendichte-Messverfahren, der quantitativen Ultraschall-Untersuchung (QUS): Lunar Achilles InSight.

Hierbei werden statt der schädlichen Röntgenstrahlen unschädliche Ultraschallwellen durch vielschichtige Gewebe geschickt, wobei sie unterschiedlich stark abgeschwächt werden. So können Informationen über die Dichte von Knochen geliefert werden, die durchaus mit herkömmlichen Geräten verglichen werden können. Die beste Region, um diese Untersuchung durchzuführen, ist das Fersenbein.
Der grosse Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Strahlenbelastung dabei gleich null ist.

 

Achilles InSight

 

(Professor Dr. med. Peyman Hadji
06/2001: Habilitation für das Fach Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Thema: „Quantitative Ultrasonometrie (QUS) am Os Calcaneus zur Osteoporosediagnostik in der Gynäkologie. Möglichkeiten und Grenzen der Diagnosestellung und des Therapie-Monitoring“.)

In diesem Zusammenhang und durch die Beteiligung an der multizentrischen Datensammlung von Prof. Hadji konnte ich bereits Ende der 90er erste Erfahrungen mit der Lunar Osteosonometrie sammeln und ihren Wert für die prädiktive Diagnostik der Osteoporosegefährdung erfahren.
Bei allen gängigen Untersuchungserfahren sind die gewonnenen Messwerte jedoch nicht direkt mit den Ergebnissen von anderen Geräten (und auch nicht untereinander) vergleichbar.

Deshalb wird stattdessen entweder auf einen T-Wert oder einen Z-Wert zurückgegriffen. Am häufigsten benutzt wird der T-Wert. Hierbei handelt es sich um eine dimensionslose Grösse, die angibt, in wie weit die Messungen in Vielfachen einer Standardabweichung vom Normalen abweichen.
Der T-Wert der Knochendichtemessung gibt an, ob und wenn ja, inwiefern die gemessene Knochendichte vom ermittelten Durchschnittswert für gesunde Männer oder Frauen im 30. Lebensjahr abweicht. Je niedriger dieser Wert ist, desto höher ist das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden.

Nach der Definition der WHO liegt eine Osteoporose dann vor, wenn der T-Wert kleiner oder gleich -2,5 beträgt, also 2,5 oder mehr Standardabweichungen unter dem Durchschnitt liegt.
Bei Werten zwischen -1 und -2,5 spricht man von Osteopenie, und alle Werte grösser als -1 gelten als Normalbefund.

Ein Nachteil in der praktischen Handhabung des T-Wertes ist, dass dieser sich eben nur auf gesunde 30-Jährige bezieht. Da aber in höherem Lebensalter die Knochendichte natürlicherweise immer weiter abnimmt, wäre in diesen Altersgruppen irgendwann ein sehr hoher Anteil als „krank“ anzusehen. Unter den 70-jährigen Frauen beispielsweise wäre dies knapp die Hälfte!

Aus diesem Grunde hat man einen weiteren Wert entwickelt, den Z-Wert, der sich auf gesunde Frauen oder Männer im gleichen Alter bezieht. Somit lässt sich abschätzen, ob die Knochendichte dem Alter (und Geschlecht) entspricht.
Ein Z-Wert grösser als -1 bedeutet, dass die Knochendichte alterstypisch ist, Werte, die darunter liegen, sind pathologisch.

Bei Personen, die also zwar einen zu niedrigen T-Wert, aber einen Z-Wert im Normbereich haben, wird die verringerte Knochendichte als normale Alterserscheinung gewertet und so wird in diesen Fällen normalerweise von einer medikamentösen Therapie abgesehen.

Ein Link zur Bedeutung von QUS in der Früherkennung und Behandlung von Osteoporose

 

 

Kosten der Knochendichtemessung


Die Kosten eine Knochendichtemessung schwanken nach verwendeten Vermessungssystem und Aufwand der Untersuchung.

In der Regel liegen die Kosten für die Messung bei 80 Fr. Die Leistung muss selbst getragen werden.

Die Knochendichtemessung wird nur dann von den Krankenkassen bezahlt, wenn bereits mindestens ein auf eine Osteoporose zurückzuführender Knochenbruch vorliegt oder ein dringender Verdacht auf das Vorliegen einer Osteoporose besteht.

Die Früherkennung einer Osteoporose mithilfe der Knochendichtemessung ist hingegen keine Kassenleistung.

Übernimmt die Grund- oder Zusatzversicherung in der Schweiz die Kosten?
Antwort der Helsana wegen Kostenübernahme einer Knochendichtemessung durch Grund- oder Zusatzversicherung.
Diese Messung wird aus der Grundversicherung abzüglich Franchise und Selbstbehalt unter bestimmten Voraussetzungen übernommen.
Diese sind folgende:
• klinisch manifeste Osteoporose und nach einem Knochenbruch bei inadäquatem Trauma
• langzeit-Cortisontherapie oder Hypogonadismus
• gastrointestinale Erkrankungen wie Malabsorption, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
• primärem hypoparathyreoidismus (sofern keine klare Operationsindikation besteht)
• Osteogenesis imperfecta
• HIV

Gemäss dem Gesetz werden die Untersuchungskosten nur in einer Körperregion übernommen und nur alle 2 Jahre sofern eine medikamentöse Behandlung erfolgte.
Aus der Zusatzversicherung sind keine Leistungen möglich.